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Frühere Siegerin der Flandern-Rundfahrt über die härtesten Anstiege der Ronde van Vlaanderen

Wie Coryn Rivera vom Team Sunweb sind auch die Anstiege der Flandern-Rundfahrt zäh, hart und leicht zu unterschätzen, wenn man sich nur das Höhenprofil ansieht. Rivera stammt aus dem sonnigen Südkalifornien, doch ihren größten Erfolg feierte sie auf dem kalten, nassen Kopfsteinpflaster und den steilen, kurzen Anstiegen in Belgien. In der 103-jährigen Geschichte der berühmten Ronde van Vlaanderen ist sie die einzige Amerikanerin, die hier gewinnen konnte. Hier erzählt die Siegerin mehr über die fünf härtesten Anstiege der Flandern-Rundfahrt und darüber, wie es sich anfühlt, die einzelnen Berge in Angriff zu nehmen.

 

Oude Kwaremont

2,2 km Länge

93 Höhenmeter

4,2 Prozent Steigung (11,6 Prozent max.)

Ich halte den Kwaremont für den schwierigsten. Als Fahrerin leidest du, weil er so lang und steil und hart ist. Auch wenn du dich gut fühlst, wird es nicht einfach. In dem Jahr, in dem ich das Rennen gewonnen habe, hat er mich fertig gemacht. Es ist ein Berg der Leiden und die Anfahrt in den Anstieg ist wahnsinnig eng. Wenn du nicht genügend Speed mitnimmst, quälst du dich hoch. Zwischendrin kommen ein paar flachere Stücke, aber er zieht sich total lang hin.

 

Kruisberg/Hotond

1,8 km Länge

87 Höhenmeter

4,2 Prozent Steigung (9 Prozent max.)

Die Straßen zur Anfahrt auf den Kruisberg sind schmal und technisch anspruchsvoll. Der Anstieg beginnt schon auf der asphaltierten Straße und geht dann über in eine 300 bis 400 Meter lange Passage mit Kopfsteinpflaster, auf der es extrem steil nach oben geht. Die ist ziemlich holprig und bremst dich richtig aus.

 

Paterberg

0,4 km Länge

48 Höhenmeter

13,7 Prozent Steigung (20 Prozent max.)

Wenn ich noch frisch bin und meine Beine sich noch gut anfühlen, ist mir der Paterberg tatsächlich am liebsten. Bei der Flandern-Rundfahrt ist es der letzte Anstieg. Er ist kurz, aber so steil, dass er sich endlos anfühlt. Er ist einfach nur steil und die Straße ziemlich holprig und man muss sich richtig quälen. Weil er so steil ist, fühlt es sich an wie beim Querfeldeinrennen, wo man sich eine gute Linie suchen muss. Am liebsten fahre ich in der Abflussrinne am Straßenrand, wenn sie frei ist, das ist meine bevorzugte Linie.

 

Der Kanarieberg

0,9 km Länge

85 Höhenmeter

7,7 Prozent Steigung (14 % max.)

Hier gibt es nicht viel Kopfsteinpflaster, aber in diesem Anstieg geht das Rennen erst richtig los. Man startet auf so etwas wie einer Autobahn und biegt dann auf eine Straße ein, die nur halb so breit wie ein Auto ist. Wo zuerst 15 Fahrerinnen nebeneinander fahren können, haben hier nur noch drei Platz und jede versucht, in der Kurve zuvor möglichst weit vorne mit dabei zu sein. Und dann geht es nach oben.

 

Muur van Geraardsbergen

0,9 km Länge

63 Höhenmeter

9,0 Prozent Steigung (20 Prozent max.)

Der Kepelmuur ist absolut einzigartig. Beim Frauenrennen liegt er in der Mitte der Strecke, du hast also noch Kraft in den Beinen, aber der Anstieg war nie einfach. Die Zufahrt zum Anstieg ist eine technisch schwierige Passage, da man von einer breiten Autobahn auf enge Straßen wechselt. Und er wird einfach immer steiler.

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